Kundenspezifischer Rotationspositionierer für anspruchsvolle Weichröntgen-Laminographie
3D-Bildgebung mit Synchrotronstrahlung ist ein weit verbreitetes Werkzeug, das beeindruckend detaillierte Einblicke in die innere Struktur komplexer Objekte ermöglicht. Die kurzen Wellenlängen weicher Röntgenstrahlung versprechen räumliche Auflösungen im niedrigen einstelligen Nanometerbereich. Das maximal zugängliche Probenvolumen ist jedoch durch die geringe Eindringtiefe
weicher Röntgenstrahlung begrenzt.
Die Laminographie hingegen ist durch die Positionierung sehr dünner, lateral ausgedehnter Proben in einem Winkel zur Richtung des Röntgenstrahls gekennzeichnet. Die Proben werden anschließend um eine Achse senkrecht zum Strahl rotiert. Eine Kamera nimmt Absorptionskontrastbilder der Proben in vielen verschiedenen Positionen auf, die anschließend zur Berechnung von 3D-Bildern der Proben verwendet werden.
Die Kombination aus weicher Röntgenstrahlung und Laminographie verbindet die Vorteile beider Technologien und eröffnet damit vielversprechende Perspektiven. Potenzielle Anwendungen reichen von funktionalisierten Nanomaterialien über biologische Nanostrukturen mit photonischen Eigenschaften bis hin zu anspruchsvollen magnetischen Materialien.
Für die Implementierung der Weichröntgen-Laminographie (SoXL) am Raster-Transmissions-Röntgenspektromikroskop der PolLux-Beamline an der Swiss Light Source, Paul Scherrer Institut, wurde ein kundenspezifischer Hochleistungs-Rotationspositionierer mit Hochvakuumkompatibilität (HV) von SmarAct für die entscheidende Winkelrotation der Probe eingesetzt.