Der SMARPOD bietet die gleichen Freiheitsgrade wie klassische Hexapodsysteme und garantiert gleichzeitig eine hohe Auflösung und Wiederholgenauigkeit. Im Vergleich zu seriellen kinematischen Systemen mit sechs Freiheitsgraden weisen SMARPODs eine höhere Steifigkeit auf. Ein benutzerfreundliches Softwarepaket ermöglicht die einfache Integration in Ihre eigene Steuerungsumgebung und gewährleistet eine sehr kurze Einrichtungszeit.
SMARPODs sind, wie alle anderen SmarAct Produkte, in hohem Maße anpassbar und können in komplett kundenspezifische Setups integriert werden. Unabhängig davon, ob Ihre Anwendung nur eine modifizierte Grund- oder Deckplatte oder eine völlig andere Konfiguration erfordert, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, um Ihre Anforderungen und die am besten geeignete Lösung zu besprechen.

Weitere Informationen über die Funktionsweise und Leistung der SmarAct SMARPODs finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

SMARPOD CLS-32 with Exchangeable Drive-Units

Der SMARPOD CLS-32 ist mit austauschbaren Antriebseinheiten ausgestattet und eignet sich hervorragend für alle Hochverfügbarkeitsanwendungen.

SMARPOD 70.42

Trotz seiner geringen Größe ist der miniaturisierte SMARPOD 70.42 in der Lage, Nutzlasten von bis zu 5 N zu handhaben.

SMARPOD 110.45

Der mittelgroße SMARPOD 110.45 ist in der Lage, Nutzlasten von bis zu 5 N mit 6 DoF zu positionieren.

SMARPOD 225.75

Der SMARPOD 225.75 basiert auf einer ausgeklügelten Parallelkinematik und ist in der Lage, Nutzlasten von bis zu 10 N zu handhaben.

SMARPOD P-SLC-17

Ein mittelgroßer SMARPOD auf der Grundlage von SLC-17-Positionierern in paralleler Ausrichtung, der Nutzlasten von bis zu 5 N handhaben kann.

SMARPOD P-SLC-24

Der mittelgroße SMARPOD P-SLC-24 basiert auf einer ausgeklügelten Parallelkinematik und ist in der Lage, Nutzlasten von bis zu 10 N zu handhaben.

SMARPOD P-CLL

Der SMARPOD P-CLL nutzt drei Schlitten der CLL-Serie, um große Verfahrwege zu realisieren.

Arbeitsprinzip

Der SMARPOD ist ein parallelkinematisches Positioniersystem. Die obere Platte wird durch die gleichzeitige Bewegung mehrerer Linearachsen positioniert. Im Gegensatz zu einer seriellen kinematischen Ansatz, bei dem jede Translation das Ergebnis der Bewegung eines bestimmten Linear- oder Rotationstisches ist. Die Anordnung der Positionierer und das parallelkinematische Prinzip tragen zur Gesamtsteifigkeit des Systems bei und ermöglichen, dass die obere Platte in sechs Freiheitsgraden verschoben und gedreht werden kann.

Steuerung in kartesischen Koordinaten

Die Berechnung des Kinematikmodells und die Gerätesteuerung sind in einem Softwarepaket gebündelt. Programmierschnittstellen und grafische Benutzeroberflächen ermöglichen es, den SMARPOD in kartesischen Koordinaten (X, Y, Z, Rollen, Neigen und Gieren) zu bewegen und sowohl den Drehpunkt als auch das Koordinatensystem anzupassen.

Benutzerdefinierbarer Drehpunkt und Achsenausrichtung

Der große Vorteil des SMARPODs ist die Möglichkeit, den Drehpunkt frei einzustellen. So definieren Sie das Rotationszentrum für alle Achsen, wodurch Sie präzise um jeden Punkt im Raum rotieren können. Dies ist in vielen Anwendungen ein großer Vorteil, z.B. bei der Ausrichtung optischer Komponenten. Wenn Sie beispielsweise einen Glasfaserhalter mit einer freistehenden Faser auf dem SMARPOD montieren, können Sie einfach die Endfläche der Faser als Drehpunkt definieren. Mit einem solchen Aufbau können Sie die Ausrichtung des emittierten Strahls präzise ändern, während der Faserendpunkt an einem festen Punkt im Raum fixiert bleibt. Auch das Koordinatensystem kann angepasst werden. Durch Verschieben und Drehen des Basiskoordinatensystems können die Achsen des SMARPODs auf Objekte in seiner Umgebung ausgerichtet werden.

Apertur

Alle SMARPODs mit kreisförmigen Bodenplatten haben jeweils eine Öffnung in der Bodenplatte und in der oberen Platte. Diese Öffnungen ermöglichen einen Zugang von unterhalb des Positionierungssystems zum elektrischen Anschluss der Nutzlast oder einen optischen Zugang zu montierten Komponenten.

Umgebungsspezifisch

Für In-Vakuo-Anwendungen sind SmarAct SMARPODs in Hoch- und Ultrahochvakuum-kompatiblen Versionen erhältlich. Darüber hinaus können sie auch aus vollständig nichtmagnetischen Materialien hergestellt werden, um in Anwendungen verwendet zu werden, die Strahlen geladener Teilchen oder starke Magnetfelder verwenden. Für den P-CLL SMARPOD gilt eine kleine Einschränkung, da seine X-Achse auf einem CLL-Positionierer basiert, der nicht in einer nicht magnetischen Version erhältlich ist.

Hohe Auflösung

Durch eine spielfreie Mechanik kann eine Bewegungsleistung des Positioniersystems erreicht werden, die in der gleichen Größenordnung liegt wie bei unseren Einzelverstellern. Das kleinste Bewegungsinkrement beträgt 1 nm bei linearen und 1 μrad bei rotatorischen Bewegungen.

Lineare Wiederholbarkeit

Bei Nutzung des gesamten Stellwegs beträgt die lineare bidirektionale Wiederholgenauigkeit in X, Y und Z 200 nm. Bei kleineren Bewegungen liegt die Wiederholgenauigkeit in der Größenordnung von mehreren Nanometern, was in einem Prüfstandsaufbau unter Verwendung des PICOSCALE Interferometers von SmarAct verifiziert wurde.
Für diesen Test wurde ein Planspiegel an der oberen Platte eines SMARPOD gegenüber einem PICOSCALE Sensorkopf montiert. Dem SMARPOD wurde dann befohlen, sich 10 Schritte vor und zurück zu bewegen mit einer Schritthöhe von 10 nm und einer Haltezeit zwischen jedem Schritt von 200 ms. Die mit dem PICO SCALE Interferometer aufgezeichneten Positionsdaten bestätigen die hervorragende lineare Wiederholgenauigkeit des SMARPOD.
Bei Wiederholung des Tests für längere Stellwege von 1 mm zeigt die lineare bidirektionale Wiederholgenauigkeit, dass die Referenzposition wiederholt mit einer Genauigkeit von 7 nm erreicht werden kann.

Winkelwiederholgenauigkeit

Die bidirektionale Wiederholgenauigkeit der Rotation der oberen Platten wurde ebenfalls in einem Testaufbau mit drei PICO-SCALE-Sensorköpfengemessen. An der oberen Platte des SMARPOD wurde ein ebener Spiegel montiert, der den beiden Sensorköpfen zugewandt war. Bei einer Drehung messen die beiden Sensorköpfe eine Änderung der optischen Weglänge, aus der der Drehwinkel berechnet werden kann. In diesem Test wurde die obere Platte in 10 Schritten von je 1 μrad hin und her gekippt. Die Haltezeit zwischen den einzelnen Schritten betrug 500 ms. Die mit den PICOSCALE Interferometern aufgezeichneten Winkeldaten belegen die hervorragende Winkelwiederholgenauigkeit des SMARPOD.